Billardtisch Linke Tasche

Der Billardtisch beim Poolbillard

Der Billardtisch beim Poolbillard unterscheidet sich von anderen Billardtischen, vor allem durch seine Größe und die Spielfläche. Für interne Meisterschaften ist ein 8-Fuß-Billardtisch (2240 x 1120 mm) vorgesehen, für offizielle Turniere und Ligen der 9-Fuß-Billardtisch (2540 x 1270 mm). Die Mindestgewichte sind 300 KG für den 8-Fuß-Billardtisch und 350 KG für den 9-Fuß-Billardtisch, bei beiden Billardtischen muss die Tischhöhe zwischen 750 und 850 mm liegen.

Die Spielfläche des Billardtisches

Die Spielfläche von Billardtischen bestanden ursprünglich aus einfachen Holzplatten, bis der englische Tischbauer John Thurston 1827 erstmals eine Schieferplatte als Untergrund verwendete. Durch diesen Untergrund konnte das Laufverhalten der Bälle verbessert werden und so wurde die Schieferplatte zum Standarduntergrund für Billardtische. Die Spielfläche des Billardtisches setzt sich aus dabei aus ein bis fünfteiligen Schieferplatten zusammen, die verspachtelt und anschließend abgeschliffen werden, um eine glatte Spielfläche zu erhalten. Im Amateurbereich werden auch andere Werkstoffe für die Spielfläche des Billardtisches verwendet, zum Beispiel MDF-Platten (medium density fiberboard = Mittel-Dichte-Faserplatte). Die Dicke der Platten reicht je nach Material von 20 bis 60 mm.
Für die Befestigung des Billardtuches werden entweder Klammern oder Sprühkleber verwendet.

Die Banden des Billardtisches

Die Banden des Billardtisches wurden zunächst mit Baumwolle, Pferdehaar oder anderen Stoffen überzogen, bis 1835 John Thurston eine Bande mit Kautschuk-Innenseite konstruierte. Diese Kautschukbande war allerdings sehr Temperaturabhängig, weshalb die Bande entweder permanent erhitzt oder gekühlt werden musste. Zehn Jahr später konnte Thurston aber auch für dieses Problem eine Lösung anbieten, indem er vulkanisierten Kautschuk (Gummi) verwendete. Diese Technik wird noch heute für Banden von Billardtischen verwendet.
Der Bandenspiegel des Billardtisches muss mindestens 10 cm breit sein, damit man die Finger zur Queueführung auflegen kann. In den Bandenspiegeln sind Markierungen, die "Diamanten", im Abstand von 1/8 der Spielfeldlänge eingelassen, die zur Orientierung dienen und aus verschiedenen Materialien gefertigt sein können. In den Längsspiegeln sind je sechs "Diamanten" eingelassen, drei auf jeder Seite des Mittellochs, und in den Kopf- und Fußbandenspiegeln sind je drei Markierungen vorhanden.
Die gelochten Kugeln verbleiben in den Taschen oder werden durch ein Kugelrückführungssystem in eine Sammelstelle zurückgeführt. Letzteres ist vor allem bei gewerblich genutzten Billardtischen üblich, wo die Bälle erst bei erneuter Bezahlung wieder freigegeben werden.

Ausstattung von Billardtischen

Je nach Ausführung gibt Billardtische mit zusätzlicher Ausstattung. Neben dem bereits erwähnten Kugelrückführungssystem für gewerbliche Billardtischen, sind auch Vorrichtungen zu Ablage von Queues oder den Hilfsqueues.

Billardtisch Rechte Tasche